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Jun 16, 2007

Island-Hopping zwischen Maui, Lanai und Molokai

Während mich Korean Air auf der vor mir hängenden Leinwand mit dem asiatischen Usher bombardiert, versuche ich meinen Trip mit Jochen nach Maui, Lanai und Molokai in Worte zu fassen. Schwierig...


Nachdem die berüchtigte Airline Go! all ihre $9 Flüge schon vergeben hatte, haben wir bei Hawaiian Airlines eingecheckt und sind am 05.06. nach Kahului / Maui geflogen. Gleich nach Ankunft und Mietwagenübergabe ging es an den Big Beach im Süden der Insel. Ein wunderschöner und großer Sandstrand, neben dem, was ja auch nahe liegt, der Little Beach liegt. Selbiger war offensichtlich eine Oase der FKK Anhänger, speziell der männlichen – if you know what I mean. Alles nicht wirklich schön anzuschauen, aber Dr. Leisure bekommt trotzdem dicke Props für sein Auto mit eingebautem Wasserfall. Wir haben die beiden Strände recht schnell hinter uns gelassen und sind die Küste entlang gelaufen, an der wir ziemlich waghalsige Sprünge Einheimischer beobachten konnten. Natürlich haben wir uns auch selber als Jumpman probiert – nur unser Felsen war zugegebenermaßen ne Nummer kleiner.

Nach den Strandbesuchen ging es auf den 3055m hohen Haleakala („Haus der Sonne“), erst den Sonnenuntergang, dann den Sonnenaufgang beobachten. Klingt ja ganz nett, war aber ziemlich frisch. Das Übernachten an sich in unserem Chevy Trailblazer, auch gerne Blazer-Lodge genannt, war eigentlich ganz angenehm: man konnte die Rücksitze wunderbar umklappen und sich so ein recht komfortables Bettchen basteln, nur die Außentemperaturen in der ersten Nacht waren eben nicht so ganz kuschelig. Nach dem zitternd beobachteten Sonnenaufgang ging es weiter auf die berüchtigte 54 Meilen lange Road to Hana (Bericht mit verlinkten Videos) mit ihren 54 Brücken und 600 Haarnadelkurven. Natürlich haben wir am ersten verfügbaren Kokosnuss-Stand erstmal halt gemacht, an dem uns verraten wurde, wo es in den Bambuswald, von dem Nico schon berichtet hatte, und damit zu den versteckten Wasserfällen geht. Nachdem wir uns in dem Bambuswald erstmal sauber verlaufen haben und den an sich 10-minütigen Marsch zum ersten Wasserfall auf eine Stunde ausdehnten, wurde es erst richtig interessant: Flussaufwärts hinter dem ersten Wasserfall gab es noch zwei weitere Wasserfälle. Der Weg führte zuerst ziemlich steil bergauf - wir mussten uns an umgeknickten Bambusstämmen hoch hangeln um zu dem zweiten Wasserfall zu gelangen. Die nächste Steigung musste dann mithilfe eines Seiles zurückgelegt werden – für mich als alten Kletterprofi natürlich kein Problem... Von hier an wurde es dann aber noch Spannender: der letzte Wasserfall war nur schwimmenderweise zu erreichen, da sich rechts und links von dem Fluss hohe Felsen auftaten und kein Pfad weiter in Richtung Wasserfall führte. So mussten wir Autoschlüssel und Digialkameras zurücklassen und flussaufwärts schwimmen. Leider gibt es keine Fotobeweise, aber das war wohl der schönste Wasserfall, den ich je gesehen hab. Zudem war außer uns niemand vor Ort und man konnte wunderschön und direkt vor dem Wasserfall ins kühle Nass springen...

Am späten Nachmittag sind wir dann letztendlich in Hana angekommen. Wir wurden ja gewarnt, aber was wir da vorfanden war wirklich sonderbar. Hana hat eine Ranch, die eine Art Tante Emma Laden beherbergt und ein Restaurant beherbergt, dass Cheeseburger für $15 verkaufen will. Im Nachhinein ist das ganze auch ein wenig verständlich: Hana hat gerade mal 2000 Einwohner und 200 Hotelbetten. Beim Spiegel habe ich gerade einen schönen Artikel darüber entdeckt: „Knapp zweitausend tradtionsbewusste Einwohner und über 600 Haarnadelkurven schützen ein Südsee-Paradies vor Hotelsilos und unsäglichen Hula-Shows“. Mein Reiseführer verzeichnete neben dem Ranch-Restaurant noch einen Grillimbiss am Strand des Ortes. Das Namensschild dieses „Lokales“ war am Toilettenhäuschen des Beachparks angebracht, die Küche befand sich schräg gegenüber. Toto steht am Grill des Beachparks und bildet somit auch schon stolz „Totos Grill“. Um ihn gesellten sich einige Lokalhelden, die uns ganz schön verwirrt anstarrten. Wir haben es vorgezogen uns dann im Tante-Emma-Laden mit Brot und Wurst einzudecken und einen Schlafplatz außerhalb Hanas zu suchen.

Am folgenden Morgen ging es dann in den Haleakala National Park, dessen Ostende 11 Meilen hinter Hana liegt. Hier sind die Sacret Pools zu hause, ein Fluss, der sich durch 24 Pools bis zum Meer ergießt. Das Baden in einem der unteren Pools wollten wir uns für später aufheben, so sind wir, wiedermal durch einen Bambuswald, diesmal aber mit angelegtem Pfad, zu einem Wasserfall gestiefelt. Mittags wurde dann noch der Red Sand Beach, der ein bisschen versteckt direkt in Hana liegt, begutachtet. Dann ging es in Rekordzeit zurück nach Kahului um eine der miserablen Vorstellungen von Lebron James und seinen Cavaliers in den NBA Finals zu begutachten. Nach 2,5 Stunden an der Bar vor der Glotze zogen wir dann weiter nach Lahaina, welches wohl nach Waikiki das 3. Mallorca im Pazifik ist.

Von Lahaina aus legte am nächsten Morgen um 6:45 Uhr unsere Fähre nach Lanai ab. Die Fahrt dauerte ca. 45 Minuten und war eigentlich ziemlich angenehm. In Lanai folgten wir brav den Vorschlägen meines Resieführers: rub elbows with locals while having breakfast at Blue Ginger Cafe, stroll around the center of lanai-city (city kann hier nur ironisch gemeint gewesen sein), spend the rest of the day at Manele Bay Beach (was sich ehrlich gelohnt hat - Traumstrand). Zusätzlich haben wir noch die beiden Hotels der Insel angeschaut, neben einem großen Golfplatz und einem weiteren öffentlichen Golfplatz (wo gibt’s denn so was?) war das auch schon alles was die Insel mit ihren 6000 Einwohnern zu bieten hat. Achja, da war doch noch was: einiges an Ruhe.

Neuer Morgen, neue Insel, weitere Übernachtung an einem Beachpark vor Lahaina (inzwischen wussten wir, an welcher Stelle man nicht von der nächtlichen Bewässerung nasskalt geweckt wird). So ging es um 7:15 Uhr morgens nach Molokai. Diesmal war die Überfahrt ziemlich Abenteuerlich, die „Princess of Molokai“ hatte schon so manch ein Jahrzehnt auf dem Buckel und wurde von ihrer nicht gerade vertrauenserweckenden Crew geradezu durch die Wellen gedroschen. Den Wellengang vollführte mein Körper noch den Rest des Tages, während wir schon zu den Wasserfällen im Halawa Valley wanderten. Das war aber bei weitem nicht so einfach, wie es klingt. Um dort hinzukommen muss ein Privates Grundstück durchquert werden und normalerweise muss man eine guided Tour für $75 buchen um bis hoch zu den Wasserfällen zu kommen. Nichts was uns weniger interessiert hätte, wir haben einfach mal frech versucht die Einheimischen am nahe gelegenen Strand zu befragen, welche uns geraten haben das Tor zu dem Grundstück zu passieren und am Ende einen gewissen Lawrence um „Einlass“ zu beten. Naa gut, nur tummelten sich um das besagte Tor ungefähr 20 Hunde, die sich letztendlich als laut aber harmlos entpuppten. Ca. 5 Minuten Fussweg nach dem Tor trafen wir einen Herren, der uns direkt gestikulierte wieder umzukehren. Da ein Mitarbeiter unserer Autovermietung (Island Kine Rent a Car – sehr abenteuerlich) uns schon vorgewarnt hat, dass wir wohl Geld liegen lassen müssen um das Grundstück zu durchqueren, haben wir versucht mit dem Mann zu reden. Seine Verhandlungen fingen bei $100 pro Person an und endeten damit, dass wir $25 liegen lassen mussten um weitergehen zu dürfen. Ärgerlich, aber immer noch günstiger und besser als eine guided Tour. Der Pfad führte uns vorbei an alten hawaiianischen Mauerresten, Tempeln und Opferstätten. Ganz oben kamen wir bei dann bei unseren $25 Wasserfällen an, welche ich todesmutig mit Flachköpper erschwomm. Dinner gab es dann im Hotel Molokai – welches sich als sehr bizarr herausstellte. Die Location war eigentlich ziemlich cool, nur konnte man sich bei der Bedienung / dem Ober nicht sicher sein ob es denn jetzt Männlein oder Weiblein war. Wir gehen im folgenden einfach mal von einem Fräulein aus, zumindest war es wohl auch das, was sie mit ihren hautengen Leggins und durchsichtigem gelben Oberteil, lässig ohne BH getragen, darstellen wollte. Guten Appetit.

In unserem zwar Heißgeliebten aber doch recht kleinen Mietwagen auf Molokai war an eine Übernachtung nicht zu denken, weshalb wir hier das Zelt aufschlugen und die Nacht auf einem Campingplatz im Norden der Insel verbrachten. Frisch und fröhlich ging es dann am Morgen auf in Richtung Kalaupapa Peninsula, einer Halbinsel im Westen Molokais, auf die im 18. Jahrhundert Leprakranke abgeschoben wurden, da sie vom Rest der Insel durch die höchsten Klippen der Welt und die Hai-reichsten Gewässer Hawaiis abgeschottet wird. Ende des 18. Jahrhunderts begannen Missionare auf der Halbinsel Häuser zu errichten – und nachdem Lepra inzwischen heilbar ist, leben heute nur noch ca. 60 Patienten auf der Halbinsel, im Alter von 67 bis 92 und mit der freien Wahl geheilt zu werden oder nicht. Der Ort ist nur über einen 3-Meilen Maultierpfad, per Boot, oder Kleinflugzeug zu erreichen. Das Boot kommt einmal im Monat mit Nahrung, und den Koch haben wir beim Wandern auf dem Mule-Pfad auf dem Weg zur Arbeit getroffen. In den eigentlichen Ort, der auf der Insel entstanden ist dürfen Fremde nur mit einer Mauleseltour für $150 (Bericht lesen!-), zum Strand am Ende des Pfades kann man aber halblegal wandern. Was wir auch gemacht haben. Bergab war es noch recht einfach, aber dann 2,4 Meilen wieder bergauf steigen war unglaublich anstrengend. Zudem kam irgendein Offizieller aus dem Ort zu uns an den Strand und meinte wir sollen uns doch jetzt schnell wieder auf den Weg zurück machen um nicht von einem der Ranger erwischt zu werden und vor Gericht in Honolulu zu enden. Viel zu sehen gab es eh nicht, und das Wasser haben wir auch den Haien überlassen. Nach unserer Wanderung ging es zurück zu unserer familiären Autovermietung, wo wir uns im Wohnzimmer / Büro noch das ein bisschen was vom ersten Viertel des 3. Spiels der NBA-Finals anschauen konnten, dann aber leider auch schon zu unserer Fähre zurück nach Maui mussten. Hier wurde der Wellengang der herfahrt noch übertroffen und das unüberdachte obere Deck zur snorkeling-area erklärt. O-Ton des Captians, ohne Spass.

Angekommen in Lahaina sind wir in Richtung Iao Valley gefahren, wo wir vor den Toren des Parks übernachteten und uns am nächsten Morgen den Iao Needle und ziemlich verrückte Brückenspringer angeschaut haben. Nachmittags gab es dann noch die zu beginn unseres Trips selbst gepflückte Ananas, während sich ca. 2m vor uns im Wasser 3 Schildkröten tummelten...

Alle Bilder im Fotoalbum...

Jun 15, 2007

Abschiedslied

In 20 Minuten liest mich mein Shuttle zum Flughafen auf...


...und ich werde mich bis Sonntag irgendwo zwischen Honolulu, Seoul und Frankfurt rumtreiben. Bilder vom Islandhopping sind online, vielleicht komme ich während dem Flug dazu etwas darüber zu schreiben. Bis denn dann...

Jun 5, 2007

Last Days on Oahu

Meine letzten Tage auf Oahu...


...verbringe ich mit meinem ehemaligen Lieblingscoach Jochen. Nachdem wir das Wochenende eigentlich nur damit zugebracht haben sämtliche Einkaufsmöglichkeiten abzuklappern, waren wir heute mit einem sagenhaften Toyota Echo auf der Insel unterwegs. Das Wetter hat uns leider im Stich gelassen, aber wir hatten einen heidenspass... Unsere Stationen: Diamond Head State Monument, Makapuu lookout, Kuhio Beach, Lanikai Beach, Haleiwa, Turtle Beach und die Waimea Bay mit unglaublich ästetischen Sprüngen vom Felsen am Strand... Morgen gehts für 6 Tage nach Maui, Lanai und Molokai... Bilder von unserer kleinen Inselrundfahrt gibt es hier...

Big Island II

Big Island im Schnelldurchlauf..


...mit einem Jeep Wrangler Soft Top: Hilo Waterfalls, Hilo Scenic Route, Volcano National Park, Mauna Kea Mountain und Waipao Valley. Das beeindruckenste hier war zweifellos der Volcano National Park. Als ich hier im Januar war, musste man sich im Visitorcenter melden um von einem Ranger eine Karte für die Vulkanlandschaft zu erhalten. Jedoch traf ich nur eine hübsche Souvenirverkäuferin an, die uns raus aus dem National Park, fast um die halbe Insel und ans andere Ende des Vulkanausbruches gelotst hat. War ziemlich atemberaubend. Bilder sind online...

Bevor wir nach Big Island geflogen sind, hab ich natürlich meinem Bruderherz Oahu gezeigt... Die Bilder gibt es hier...

Apr 21, 2007

Serious Journalism

Jack Johnson Pressekonferenz im "Kodak Theatre"

Gestern war ich als offizieller Abgesandter des grossen internationalen Meinungsbildners "Iserlohner Kreisanzeiger" bei der Pressekonferenz zum Kokua Festival 2007. Steffen schreibt als freier Mitarbeiter Artikel für dieses renomierte Blatt und sein Chef hat ihn als Reporter und mich dankenswerterweise als Fotografen für diese Veranstaltung angemeldet.

Die Pressekonferenz fand auf der Kinderbühne des Festivals statt, vom Kameramann des Lokalfernsehens auch scherzhaft "Kodak Theatre" genannt. Hier brüteten wir zwei Stunden in der Mittagshitze. Um die Journalistenmeute unter diesen Umständen bei Laune zu halten, wurde lauwarmes Wasser gereicht. Genauso unspektakulär wie die Verpflegung war eigentlich auch die restliche Veranstaltung. Jack Johnson ist ziemlich schüchtern und zurückhaltend, bekam z.B. fast einen Herzinfarkt als eine Reporterin ihm die aktuelle Ausgabe ihres Surfmagazines übergab und wollte der grossen deutschen Tageszeitung, die durch uns vertreten wurde, keine Privataudienz geben. Ziemlich skandalös alles. Kein Handshake, kein Autogramm und keine Presseausweise für das Festival, trotzdem alles ganz nett gewesen...

Gleich geht es mit regulären Karten zum Festival, Bilder von der Pressekonferenz gibt es hier: Webalbum. So long...

Mar 23, 2007

Danke, Danke, Danke


Danke für Geschenke, Anrufe, Emails, SMS, Feiern, alles!

Werde morgen um 4:30 a.m. abgeholt, das ist jetzt ziemlich genau in drei Stunden - oh mein Gott. Hab mich vorhin noch mit Insektenspray, Survival Kit, Tabletten zum Reinigen von Wasser und all so nem Zeug ausgestattet. Ganz schön schwierig ne Woche lang aus einem $15 Wal-Mart Rucksack leben zu müssen... Werde Samstag zurückkommen und berichten...

Mar 21, 2007

...gone surfing

Aloooha!

Nach geschlagenen drei Monaten hab ich es endlich mal auf die Reihe gebracht Surfen zu gehen. Hab mir am Waikiki Beach ein Board geliehen, das soo lang und schwer war, dass es beinahe mit einem Kran zu Wasser gelassen werden musste, und mir von Eric zeigen lassen, worauf ich achten muss. Und ich habe doch tatsächlich eine Welle gestanden - und zwar richtig lange (sah mindestens so gut aus, wie auf dem Foto links oben!-). Und hätte mir da nicht jemand meine Welle streitig gemacht, wär ich glatt bis zum Duke durchgeschippert. Einziges Manko war, dass ich kein Shirt anhatte und jetzt mit wunden Brustwarzen vor dem Computer sitze. Ziemlich unangenehm.
Die nächste Surfsession werd ich leider erst übernächste Woche abhalten können, da ich am Samstagmorgen zusammen mit Christian, Josef, Christoph und Eva über den Springbreak für eine Woche nach Kauai fliegen werde. Wir haben vor den Kalalau Trail zu wandern. Der LonleyPlanet sagt dazu: "Here, it's common to meet hikers who have trekked in Nepal or climbed Machu Picchu. The Na Pali Coast is similarly spectacular, a place of singular beauty." Bin ich ja mal gespannt...

Mar 4, 2007

Senior Night, Big Time!

Nach meinem Chinatowntrip hab ich mich mit meiner Digitalkamera noch ein bisschen in der Nachbarschaft ausgetobt, um dann auch schon gleich zum Basketball aufzubrechen:

Die Rainbow Warriors der University of Hawaii (Western Athletic Conference der NCAA) empfingen die Boise State Broncos zum letzten Heimspiel der Saison. Besonderes Highlight: Coach Riley Wallace gab nach 20 Jahren sein letztes Heimspiel, genauso wie die beiden Seniors und besten Spieler des Teams (Ahmet Gueye und Matt Lojeski).


...und Lojeski hat mal kurz das beste Spiel seiner Karriere hingelegt! 35 Punkte hat er zum 95:72 Sieg beigesteuert. Career-Highscore in einem highscoring Game. Ich bin immernoch völlig hin und weg! Ganz grosser Sport, wahnsinns Atmosphäre und grosses Showprogramm. Die Marching Band rockt auf der Tribüne, die Cheerleader wirbeln und schiessen T-Shirts durch die Halle, der Jack-in-the-box-Zeppelin kreist über den ca. 8700 Zuschauern und wirft bei besonderer Lautstärke Gutscheine ab und Lojeski versenkt sieben von sieben 3ern - aus jeder Lage, im Rückwärtsfallen, unglaublich... (Jochen, bitte an Herrn Stoll weitergeben!)

Durch den Sieg sicherte sich die UH den 5. Platz in der Conference und wird so nächste Woche im WAC Championship Tournament gegen die viertplatzierte Utah State University antreten... A must see on TV!

Videos:

Wallace after the game Interview

Hawai'i Rainbow Warriors Highlights 2006-2007

Riley Wallace Tribute

Rainbow Warriors Season Highlights 2004-2005

Bobby Nash Game Winner, Rainbow Classics 2006

Biler im Webalbum...

Artikel beim Honolulu Advertiser

Gute Nacht...

Feb 27, 2007

Sunrise und Loa Campus


Hej! Da wir nicht wussten, was wir sinnvolles mit einem Vormittag und einem Mietwagen anfangen sollen, sind Schmidti und ich der Empfehlung eines Reiseführers gefolgt und haben den Diamond Head zu nachtschlafender Zeit erklommen um den Sonnenaufgang zu verfolgen (zur Abwechslung ist es etwas wolkig gewesen!-) Bilder gibt es hier...


Die Passatwinde haben inzwischen aufgehört zu wüten, Mid-Term-Exams, Quizzes, Paper und leichte hangovers lassen aber trotzdem kaum Zeit für Strandausflüge. Dafür erste Bilder vom kuscheligen HPU Loa Campus (dreisterweise geklaut von Steffen - Danke!).

Feb 11, 2007

ProBowl

NFL All Star Game mit 50.410 Zuschauern im Aloha Stadium


...schönes Spiel mit seinen Längen - völlig untypisch für Football, dafür aber mit schönen Cheerleadern und verrückten Fans. Zwischendurch musste ich wirklich mit dem Schlaf kämpfen, aber das vierte Viertel hat dann wieder alles wett gemacht. Bilder von der Pro Bowl Block Party mit Miss Hawaii am Vorabend und vom Spiel gibt es zur Abwechslung im Fotoalbum.

Anschliessend bin ich innerhalb meiner WG in ein grösseres Zimmer mit eigenem Bad gezogen. So eine Woche ohne Umzug wäre ja auch verdammt Langweilig... Hier die Bilder von der Wohnung / dem Haus / meinem Zimmer!

Feb 9, 2007

Bowle

Vergangenes Wochenende hatte ich verdammt viel Hausaufgaben, hätte jeweils ca. 4 Studen beansprucht, zum Glück konnte ich zwei Fächer zusammenlegen...


...musste mir für die Fächer "International Business Management" und "Advertising" jeweils den Superbowl anschauen (natürlich wegen den Werbespots)! Hätt' man als aufrechter Amerikaner ja sonst nicht gemacht, aber gut. Natürlich war ich strebsam und habs mir mit Schmidtchen, Tabi, Nici, Josef, Janettsche, Chips, Karotten und Bier vor dem Ferseher gemütlich gemacht...

Skuril ist, dass sich manch ein Ami den Bowl wohl eher wegen den Werbespots als wegen dem Spiel ansich anschaut. Das Ganze nimmt dann solche Ausmaße an, dass Pappa Johns in seinen Zeitungsanzeigen wirbt, dass man seine Pizza am Tag vor dem Event ordern kann um kein Commercial zu verpassen. Unglaublich, aber wahr. Die Spots sind teilweise richtig gut, werden größtenteils nur für den Superbowl produziert und sind tagelang Gesprächsthema in den Nachrichten... Natürlich werden sie meinen Lesern nicht vorenthalten: Bei AdCritic.com und ifilm.com kann man sich bei akuter Langeweile alle noch einmal anschauen. Favoriten? Snickers (nicht ganz soo toll, aber interessant, weil am nächsten Tag zurückgezogen, da sich der Verband der Schwulen und Lesben eingeschaltet hat), Blockbuster und BudLight (die in so ziemlich jede Werbepause mit unterschiedlichen Spots gerockt haben).

Und es geht weiter mit den Bowlen! Morgen schau ich mir den NFL ProBowl (All Star Game der NFL) im Aloha Stadium an... Heute Abend ist aber erstmal "Pro Bowl All-Star Block Party" in Waikiki - was wohl soviel heisst, wie Cheerleader aus nächster Nähe angaffen! ...und meine neue Digi-Cam ist angekommen (die alte hatte Sand im Getriebe - ernsthaft). Es wird also bald wieder etwas farbiger hier...

Feb 7, 2007

Upside down

Aloha Freunde und Gönner!

Nach einer kleinen Kreativpause erstatte ich heute mal Meldung, was die letzten Wochen so passiert ist... Einiges!

Umzug #1

Nachdem meine erste Bleibe mehr die Größe einer Hundehütte als die eines Zimmers hatte und sich die Möglichkeit ergab ein schönes WG-Zimmer in noch schönerer Lage zu ergattern, habe ich beschlossen umzuziehen. Problem war nur, dass das Zimmer erst ab Februar frei geworden ist und ich aus der alten Wohnung Mitte Januar raus musste. So mussten sich Waikikinici und meine Wenigkeit nach einer Übergangsbleibe umschauen. Gesagt getan, Browser geöffnet und Craigslist aufgerufen (hier in den USA übrigens mindestens genauso Populär wie Ebay, Amazon und Wikipedia) - und da war dann auch schon ein wunderschön passendes Angebot für eine Wohnung auf der anderen Strassenseite. Die Wohnung sollte aus familiären Gründen für zwei Wochen zwischenvermietet werden, war im Grossen und Ganzen okay - aber recht leer. Wie sich später rausstellen sollte, haben wir nicht zu unrecht jederzeit mit dem Eintreffen einer SWAT-Einheit gerechnet - aber dazu später...
Eines schönen Tages war unser Toilettenspülung wohl langweilig, und so beschloss sie, sich selbständig zu machen, was als reissender Strom durch unser Wohnzimmer in die Küche endete. Schöner Schlammassel. Als erfahrener Hausmann habe ich natürlich sofort den Putzlumpen geschwungen und Nico angewiesen den Wischmop zu bedienen. Nach einer halben Stunde harter Arbeit war die Wohnung wieder halbwegs trocken und ich unter der Dusche - als es plötzlich an der Tür klopfte. Die SWAT-Einheit in Gestalt der Janitorette machte uns halbwegs freundlich, aber mit Nachdruck darauf aufmerksam, dass sie uns sofort die Schlüssel abnehmen und uns auf die Strasse setzen könnte - weil momentan kein Mensch für das Appartment Miete bezahlt. "So that's the Aloha Spirit?..." Irgenwie kommt mir das bekannt vor... Glücklicherweise konnten wir mit der Dame eine entgeltfreie Gnadenfrist aushandeln und gleichzeitig früher in die neue Bleibe wechseln.

Umzug #2

Die ersten Tage in der neuen Wohnung waren recht chaotisch - zum einen, weil die alten WG-Einwohner am zusammenpacken und gleichzeitig die Wohnung offiziell an die Hausverwaltung übergeben musste (was sich schwierig darstellt, wenn die neuen Mieter teilweise schon eingezogen sind), zum anderen, weil noch das ein oder andere Fest mehr oder weniger ausschweifend gefeiert wurde. Inzwischen ist nur noch Mattes von der alten WG-Besatzung übrig, der wird aber Morgen gen Heimat aufbrechen. Waikinici hat sich bereits am Montag-Vormittag tränenreich nach Hause verabschiedet - und somit hätte meine Mitbewohnerschaft eigentlich aus Philipp, Michelle und Jeanette bestehen sollen. Doch nachdem Philipp nach einer Woche das Sprechen gelernt hat, hat er es sich auch schon anders überlegt und uns ans Herz gelegt so schnell wie Möglich ausziehen zu wollen. Somit bin ich nun Hahn im Korb und wir dürfen ab nächster Woche Jeanney als neue Mitbewohnerin begrüssen...

HPU

Alter Schwede, das habe ich mir lockerer vorgestellt! Ich glaube ich hatte das verdammte Glück, dass ich - zumindest in vieren meiner fünf Kurse - die engagiertesten Professoren der Insel zugelost bekommen hab. In "Exploring Film" darf ich mich momentan mit einer Rede Hitlers, der Kunst im Dritten Reich und Leni Riefenstahl auseinandersetzen, in "Intercultural Communication" durfte ich in der ersten Woche zwei Tests über zwei ca. 30-seitige Kapitel schreiben, in "International Marketing" habe ich heute den ersten Test über zwei Kapitel hinter mich gebracht und in "International Business Management" hat kein Mensch mehr nen Überblick bei all den Hausaufgaben. Da kommt es mir schon sehr entgegen, dass sich die Topics der "Advertising"-Klasse eher mit den Themen der Boulevardpresse als denen der Anzeigengestaltung spiegeln.

Unpraktischerweise hat jetzt auch noch meine Digi-Cam seinen Geist aufgegeben, was auch der Grund dafür ist, dass es hier ein bisschen fad aussieht... Trotzdem gibt es im Fotoalbum Bilder von Kamerakind Jeanette über unserem Ausflug zur Magnum-Villa am letzten Wochenende... Zusammenfassung: Anwesen geschlossen und ein bisschen verkommen. Hatte seine besten Tage ja auch vor meiner Zeit, der gute alte Tom Selleck.

Jan 4, 2007

Diamond Head State Monument



Aloha! Hawai'i zeigt sich zur Zeit nicht durchgehend von der Sonnenseite. Will heissen, dass es Vormittags und Abends leichte Schauer gibt. Der Regen ist ziemlich eigenartig hier, es kommen keine Tropfen, sondern eher Streifen vom Himmel. Ich hab' aber ein bisschen das Gefühl, dass ich der Einzige bin, der sich bisher darüber Gedanken gemacht hat...
Zurück in Medias Res: aufgrund der angesprochenen Wettersituation haben wir beschlossen den Diamond Head zu besteigen. Selbiger ist ein Vulkankrater, der sich am Rand von Waikiki erhebt und früher wohl auch als Verteidigungsbastion der Insel genutzt wurde. Natürlich kam die Sonne wieder raus, als wir uns auf den Weg gemacht haben, was den Aufstieg ziemlich schweisstreibend gestaltet hat. Nach einer ca. einstündigen Wanderung über teilweise abendteuerliche Pfade, durch Tunnel und ehemalige Bunker wurden wir aber mit einem ziemlich beeindruckenden Ausblick entschädigt. Aber seht selbst: FOTOS!
Unten angekommen bekamen wir den Beweis, dass die Army Base am Fuß des Diamond Head noch immer in Betrieb ist: Zwei Hubschrauber hielten ein Manöver ab, dessen Sinn und Zweck nicht wirklich ersichtlich war. Jedenfalls wurde uns der Weg versperrt und wir konnten das Spektakel verfolgen... Wahnsinn!-)
In ziemlich genau 6 Stunden wird schon wieder der Wecker klingeln... Unser Flieger nach Big Island hebt um 7:30 Uhr ab. Dort werden wir (Domi, Nico, Eirik und meine Wenigkeit) 4 Tage die Insel mit Zelt und Mietwagen erkunden... Meine Ziele: Schildkröten, Lava und vielleicht sogar Delphine sehen. Ich mach mich jetzt ans Packen! Bis denn dann...
Posted by Picasa

Dec 24, 2006

Angekommen...


Aloha! Wie ihr seht bin ich gut angekommen und schon unglaublich in Weihnachtsstimmung. Naja, Weihnachtsstimmung kommt nicht wirklich auf, aber wie Ihr seht, arbeiten wir daran... Ansonsten ist Hawaii echt ein Traum. Das Wetter ist wunderschön und die Sonne strahlt den ganzen Tag (fast - sie geht schon gegen 18 Uhr unter), dazu kommen natürlich noch die riesigen Shopping-Malls und fast schon zu lockere Hawaiianer (Anmerkung eines Indigenes zu meiner guten alten Aldi-Sonnencreme und meinem Teint: "What have you got there, buddie? Sunblocker 86?"). Erste Eindrücke findet Ihr in meinem Fotoalbum