Jun 16, 2007

Island-Hopping zwischen Maui, Lanai und Molokai

Während mich Korean Air auf der vor mir hängenden Leinwand mit dem asiatischen Usher bombardiert, versuche ich meinen Trip mit Jochen nach Maui, Lanai und Molokai in Worte zu fassen. Schwierig...


Nachdem die berüchtigte Airline Go! all ihre $9 Flüge schon vergeben hatte, haben wir bei Hawaiian Airlines eingecheckt und sind am 05.06. nach Kahului / Maui geflogen. Gleich nach Ankunft und Mietwagenübergabe ging es an den Big Beach im Süden der Insel. Ein wunderschöner und großer Sandstrand, neben dem, was ja auch nahe liegt, der Little Beach liegt. Selbiger war offensichtlich eine Oase der FKK Anhänger, speziell der männlichen – if you know what I mean. Alles nicht wirklich schön anzuschauen, aber Dr. Leisure bekommt trotzdem dicke Props für sein Auto mit eingebautem Wasserfall. Wir haben die beiden Strände recht schnell hinter uns gelassen und sind die Küste entlang gelaufen, an der wir ziemlich waghalsige Sprünge Einheimischer beobachten konnten. Natürlich haben wir uns auch selber als Jumpman probiert – nur unser Felsen war zugegebenermaßen ne Nummer kleiner.

Nach den Strandbesuchen ging es auf den 3055m hohen Haleakala („Haus der Sonne“), erst den Sonnenuntergang, dann den Sonnenaufgang beobachten. Klingt ja ganz nett, war aber ziemlich frisch. Das Übernachten an sich in unserem Chevy Trailblazer, auch gerne Blazer-Lodge genannt, war eigentlich ganz angenehm: man konnte die Rücksitze wunderbar umklappen und sich so ein recht komfortables Bettchen basteln, nur die Außentemperaturen in der ersten Nacht waren eben nicht so ganz kuschelig. Nach dem zitternd beobachteten Sonnenaufgang ging es weiter auf die berüchtigte 54 Meilen lange Road to Hana (Bericht mit verlinkten Videos) mit ihren 54 Brücken und 600 Haarnadelkurven. Natürlich haben wir am ersten verfügbaren Kokosnuss-Stand erstmal halt gemacht, an dem uns verraten wurde, wo es in den Bambuswald, von dem Nico schon berichtet hatte, und damit zu den versteckten Wasserfällen geht. Nachdem wir uns in dem Bambuswald erstmal sauber verlaufen haben und den an sich 10-minütigen Marsch zum ersten Wasserfall auf eine Stunde ausdehnten, wurde es erst richtig interessant: Flussaufwärts hinter dem ersten Wasserfall gab es noch zwei weitere Wasserfälle. Der Weg führte zuerst ziemlich steil bergauf - wir mussten uns an umgeknickten Bambusstämmen hoch hangeln um zu dem zweiten Wasserfall zu gelangen. Die nächste Steigung musste dann mithilfe eines Seiles zurückgelegt werden – für mich als alten Kletterprofi natürlich kein Problem... Von hier an wurde es dann aber noch Spannender: der letzte Wasserfall war nur schwimmenderweise zu erreichen, da sich rechts und links von dem Fluss hohe Felsen auftaten und kein Pfad weiter in Richtung Wasserfall führte. So mussten wir Autoschlüssel und Digialkameras zurücklassen und flussaufwärts schwimmen. Leider gibt es keine Fotobeweise, aber das war wohl der schönste Wasserfall, den ich je gesehen hab. Zudem war außer uns niemand vor Ort und man konnte wunderschön und direkt vor dem Wasserfall ins kühle Nass springen...

Am späten Nachmittag sind wir dann letztendlich in Hana angekommen. Wir wurden ja gewarnt, aber was wir da vorfanden war wirklich sonderbar. Hana hat eine Ranch, die eine Art Tante Emma Laden beherbergt und ein Restaurant beherbergt, dass Cheeseburger für $15 verkaufen will. Im Nachhinein ist das ganze auch ein wenig verständlich: Hana hat gerade mal 2000 Einwohner und 200 Hotelbetten. Beim Spiegel habe ich gerade einen schönen Artikel darüber entdeckt: „Knapp zweitausend tradtionsbewusste Einwohner und über 600 Haarnadelkurven schützen ein Südsee-Paradies vor Hotelsilos und unsäglichen Hula-Shows“. Mein Reiseführer verzeichnete neben dem Ranch-Restaurant noch einen Grillimbiss am Strand des Ortes. Das Namensschild dieses „Lokales“ war am Toilettenhäuschen des Beachparks angebracht, die Küche befand sich schräg gegenüber. Toto steht am Grill des Beachparks und bildet somit auch schon stolz „Totos Grill“. Um ihn gesellten sich einige Lokalhelden, die uns ganz schön verwirrt anstarrten. Wir haben es vorgezogen uns dann im Tante-Emma-Laden mit Brot und Wurst einzudecken und einen Schlafplatz außerhalb Hanas zu suchen.

Am folgenden Morgen ging es dann in den Haleakala National Park, dessen Ostende 11 Meilen hinter Hana liegt. Hier sind die Sacret Pools zu hause, ein Fluss, der sich durch 24 Pools bis zum Meer ergießt. Das Baden in einem der unteren Pools wollten wir uns für später aufheben, so sind wir, wiedermal durch einen Bambuswald, diesmal aber mit angelegtem Pfad, zu einem Wasserfall gestiefelt. Mittags wurde dann noch der Red Sand Beach, der ein bisschen versteckt direkt in Hana liegt, begutachtet. Dann ging es in Rekordzeit zurück nach Kahului um eine der miserablen Vorstellungen von Lebron James und seinen Cavaliers in den NBA Finals zu begutachten. Nach 2,5 Stunden an der Bar vor der Glotze zogen wir dann weiter nach Lahaina, welches wohl nach Waikiki das 3. Mallorca im Pazifik ist.

Von Lahaina aus legte am nächsten Morgen um 6:45 Uhr unsere Fähre nach Lanai ab. Die Fahrt dauerte ca. 45 Minuten und war eigentlich ziemlich angenehm. In Lanai folgten wir brav den Vorschlägen meines Resieführers: rub elbows with locals while having breakfast at Blue Ginger Cafe, stroll around the center of lanai-city (city kann hier nur ironisch gemeint gewesen sein), spend the rest of the day at Manele Bay Beach (was sich ehrlich gelohnt hat - Traumstrand). Zusätzlich haben wir noch die beiden Hotels der Insel angeschaut, neben einem großen Golfplatz und einem weiteren öffentlichen Golfplatz (wo gibt’s denn so was?) war das auch schon alles was die Insel mit ihren 6000 Einwohnern zu bieten hat. Achja, da war doch noch was: einiges an Ruhe.

Neuer Morgen, neue Insel, weitere Übernachtung an einem Beachpark vor Lahaina (inzwischen wussten wir, an welcher Stelle man nicht von der nächtlichen Bewässerung nasskalt geweckt wird). So ging es um 7:15 Uhr morgens nach Molokai. Diesmal war die Überfahrt ziemlich Abenteuerlich, die „Princess of Molokai“ hatte schon so manch ein Jahrzehnt auf dem Buckel und wurde von ihrer nicht gerade vertrauenserweckenden Crew geradezu durch die Wellen gedroschen. Den Wellengang vollführte mein Körper noch den Rest des Tages, während wir schon zu den Wasserfällen im Halawa Valley wanderten. Das war aber bei weitem nicht so einfach, wie es klingt. Um dort hinzukommen muss ein Privates Grundstück durchquert werden und normalerweise muss man eine guided Tour für $75 buchen um bis hoch zu den Wasserfällen zu kommen. Nichts was uns weniger interessiert hätte, wir haben einfach mal frech versucht die Einheimischen am nahe gelegenen Strand zu befragen, welche uns geraten haben das Tor zu dem Grundstück zu passieren und am Ende einen gewissen Lawrence um „Einlass“ zu beten. Naa gut, nur tummelten sich um das besagte Tor ungefähr 20 Hunde, die sich letztendlich als laut aber harmlos entpuppten. Ca. 5 Minuten Fussweg nach dem Tor trafen wir einen Herren, der uns direkt gestikulierte wieder umzukehren. Da ein Mitarbeiter unserer Autovermietung (Island Kine Rent a Car – sehr abenteuerlich) uns schon vorgewarnt hat, dass wir wohl Geld liegen lassen müssen um das Grundstück zu durchqueren, haben wir versucht mit dem Mann zu reden. Seine Verhandlungen fingen bei $100 pro Person an und endeten damit, dass wir $25 liegen lassen mussten um weitergehen zu dürfen. Ärgerlich, aber immer noch günstiger und besser als eine guided Tour. Der Pfad führte uns vorbei an alten hawaiianischen Mauerresten, Tempeln und Opferstätten. Ganz oben kamen wir bei dann bei unseren $25 Wasserfällen an, welche ich todesmutig mit Flachköpper erschwomm. Dinner gab es dann im Hotel Molokai – welches sich als sehr bizarr herausstellte. Die Location war eigentlich ziemlich cool, nur konnte man sich bei der Bedienung / dem Ober nicht sicher sein ob es denn jetzt Männlein oder Weiblein war. Wir gehen im folgenden einfach mal von einem Fräulein aus, zumindest war es wohl auch das, was sie mit ihren hautengen Leggins und durchsichtigem gelben Oberteil, lässig ohne BH getragen, darstellen wollte. Guten Appetit.

In unserem zwar Heißgeliebten aber doch recht kleinen Mietwagen auf Molokai war an eine Übernachtung nicht zu denken, weshalb wir hier das Zelt aufschlugen und die Nacht auf einem Campingplatz im Norden der Insel verbrachten. Frisch und fröhlich ging es dann am Morgen auf in Richtung Kalaupapa Peninsula, einer Halbinsel im Westen Molokais, auf die im 18. Jahrhundert Leprakranke abgeschoben wurden, da sie vom Rest der Insel durch die höchsten Klippen der Welt und die Hai-reichsten Gewässer Hawaiis abgeschottet wird. Ende des 18. Jahrhunderts begannen Missionare auf der Halbinsel Häuser zu errichten – und nachdem Lepra inzwischen heilbar ist, leben heute nur noch ca. 60 Patienten auf der Halbinsel, im Alter von 67 bis 92 und mit der freien Wahl geheilt zu werden oder nicht. Der Ort ist nur über einen 3-Meilen Maultierpfad, per Boot, oder Kleinflugzeug zu erreichen. Das Boot kommt einmal im Monat mit Nahrung, und den Koch haben wir beim Wandern auf dem Mule-Pfad auf dem Weg zur Arbeit getroffen. In den eigentlichen Ort, der auf der Insel entstanden ist dürfen Fremde nur mit einer Mauleseltour für $150 (Bericht lesen!-), zum Strand am Ende des Pfades kann man aber halblegal wandern. Was wir auch gemacht haben. Bergab war es noch recht einfach, aber dann 2,4 Meilen wieder bergauf steigen war unglaublich anstrengend. Zudem kam irgendein Offizieller aus dem Ort zu uns an den Strand und meinte wir sollen uns doch jetzt schnell wieder auf den Weg zurück machen um nicht von einem der Ranger erwischt zu werden und vor Gericht in Honolulu zu enden. Viel zu sehen gab es eh nicht, und das Wasser haben wir auch den Haien überlassen. Nach unserer Wanderung ging es zurück zu unserer familiären Autovermietung, wo wir uns im Wohnzimmer / Büro noch das ein bisschen was vom ersten Viertel des 3. Spiels der NBA-Finals anschauen konnten, dann aber leider auch schon zu unserer Fähre zurück nach Maui mussten. Hier wurde der Wellengang der herfahrt noch übertroffen und das unüberdachte obere Deck zur snorkeling-area erklärt. O-Ton des Captians, ohne Spass.

Angekommen in Lahaina sind wir in Richtung Iao Valley gefahren, wo wir vor den Toren des Parks übernachteten und uns am nächsten Morgen den Iao Needle und ziemlich verrückte Brückenspringer angeschaut haben. Nachmittags gab es dann noch die zu beginn unseres Trips selbst gepflückte Ananas, während sich ca. 2m vor uns im Wasser 3 Schildkröten tummelten...

Alle Bilder im Fotoalbum...

Jun 15, 2007

Abschiedslied

In 20 Minuten liest mich mein Shuttle zum Flughafen auf...


...und ich werde mich bis Sonntag irgendwo zwischen Honolulu, Seoul und Frankfurt rumtreiben. Bilder vom Islandhopping sind online, vielleicht komme ich während dem Flug dazu etwas darüber zu schreiben. Bis denn dann...

Jun 5, 2007

Last Days on Oahu

Meine letzten Tage auf Oahu...


...verbringe ich mit meinem ehemaligen Lieblingscoach Jochen. Nachdem wir das Wochenende eigentlich nur damit zugebracht haben sämtliche Einkaufsmöglichkeiten abzuklappern, waren wir heute mit einem sagenhaften Toyota Echo auf der Insel unterwegs. Das Wetter hat uns leider im Stich gelassen, aber wir hatten einen heidenspass... Unsere Stationen: Diamond Head State Monument, Makapuu lookout, Kuhio Beach, Lanikai Beach, Haleiwa, Turtle Beach und die Waimea Bay mit unglaublich ästetischen Sprüngen vom Felsen am Strand... Morgen gehts für 6 Tage nach Maui, Lanai und Molokai... Bilder von unserer kleinen Inselrundfahrt gibt es hier...

Big Island II

Big Island im Schnelldurchlauf..


...mit einem Jeep Wrangler Soft Top: Hilo Waterfalls, Hilo Scenic Route, Volcano National Park, Mauna Kea Mountain und Waipao Valley. Das beeindruckenste hier war zweifellos der Volcano National Park. Als ich hier im Januar war, musste man sich im Visitorcenter melden um von einem Ranger eine Karte für die Vulkanlandschaft zu erhalten. Jedoch traf ich nur eine hübsche Souvenirverkäuferin an, die uns raus aus dem National Park, fast um die halbe Insel und ans andere Ende des Vulkanausbruches gelotst hat. War ziemlich atemberaubend. Bilder sind online...

Bevor wir nach Big Island geflogen sind, hab ich natürlich meinem Bruderherz Oahu gezeigt... Die Bilder gibt es hier...

May 24, 2007

Road trippin' - 1250 Meilen in 10 Tagen

Fast noch bevor ich meinen Bruder in LA begrüssen konnte, musste ich mir mein Sweat-Shirt aus dem Koffer holen - Californien kann ganz schön kalt sein!


California, here we come.... Doch die schlechten Nachrichten zum Start unseres kleinen Roadtrips rissen nicht ab: die Autovermietung hatte den Shuttleservice ausgesetzt und die Kunden mussten mit dem Taxi zur Station fahren - klingt ja erstmal nicht schlimm, vor allem weil einem die Kosten erstattet werden sollten - aaber kein Taxifahrer kannte die angegebene Adresse (um übrigens Taxifahrer in LA zu werden muss man weder Navigationssysteme bedienen, noch Karten lesen, noch Englisch sprechen können!). Nachdem ich bei dem dritten Taxifahrer dann wohl ganz schön unfreundlich geworden bin (jetzt weiss ich, warum die in LA Plexiglas zwischen Passagieren und Fahrer haben...) und mich nebenbei mehrmals über die Richtigkeit der Adresse vergewissert habe, gab ich dem vierten Kandidaten einfach nur noch mein Handy in die Hand und wählte die Nummer der Autovermietung - lost in LA. Schlussendlich sind wir doch noch bei Deluxe Rent A Car angekommen. Neben dem lila-goldenem Schriftzug ist vor allem der Name blanker Hohn.
Nachdem wir die erste Nacht in einem Motel zugebracht haben ging es am nächsten Morgen auf den Highway Nr. 1 in Richtung Norden. Will heissen es wurde noch kälter.
Tagsüber lässt es sich ja im hawaiianischen Outfit noch gut aushalten in San Francisco, aber Abends wird es dermassen kalt, dass die Einheimischen mit Schaal und Winterjacken umherziehen. Abgesehen von den Temparaturen und der Dunstglocke über der City ist San Francisco ziemlich faszinierend. Auf unserem Programm standen natürlich die Golden Gate und Alcatraz, aber auch einen 49-Mile-Scenic-Drive haben wir mitgenommen. Bilder gibt es hier...

Am Montag ging es von der City of the Bay weiter in den Yosemite National Park, wo wir noch am gleichen Tag die ältesten Bäume der Erde begutachten konnten und unser Zelt (ja, Zelt!) aufschlugen. Eigentlich war es aber ganz gut auszuhalten: Tagsüber war es wärmer als in SF und Nachts blieben die Temparaturen wohl auch um die 10 Grad. In meinem 10 Dollar Schlafsack von WalMart habe ich es jedenfalls gut überstanden... Hier die Bilder aus der Heimat von Yogi-Bär...

Mittwoch stand das wohl härteste Programm auf unserer Tourenplanung. Vom Yosemite National Park nach fabulous Las Vegas. Map24 hat 11 Stunden Fahrt vorhergesagt, aber die haben wir trotz Zischenstopp im Death Valley und Mittagspause nicht erreicht. Trotzdem waren wir ganz schön platt und haben vergeblich versucht uns von den Massen in Vegas mitreissen zu lassen. Ist ihnen nicht gelungen... Vegas ist unglaublich - kitschig, künstlich, einfach ziemlich amerikanisch eben. Am Donnerstag sind die Müllersbuben dann zum Grand Canyon gefahren, teilweise über die alt ehrwürdige Route 66 - 4h hin und zurück. Leider war unsere Zeit am Zielort dann doch recht knapp bemessen, aber es hat sich gelohnt... Am Abend wurde dann noch einmal Vegas angegangen - wobei das HardRock Casino meiner Meinung am Meisten Stil hatte. Picture Picture.

Freitag ging es dann durch die Wüste Mojave zurück nach Los Angeles und dort direkt weiter nach Venice Beach, wo die meisten Anwesenden doch ziemlich hängengeblieben alternativ sind, aber die stilvollsten Penner residieren. Aufgrund unendlicher Sympathie habe ich natürlich gespendet (zoomt doch auch mal auf das Pappschild auf dem Boden - sehr nett...). Am Samstag haben wir uns den Hollywood Boulevard mitsamt Walk of Fame, Chinese und Kodak Theatre angeschaut. Alles nicht halb so spektakulär wie man sich es vorstellt, aber ich konnte sprichwörtlich in Al Pacinos
Fußstapfen treten und musste auf einen TV-Auftritt bei Fox nur verzichten, weil ich der Reporterin ehrlich sagen musste, dass ich absolut kein American Idol Fan bin. Verdammt. Also kein Film, aber Bilder. Zur Abwechslung. Hier.

May 10, 2007

Finally

Vor ungefähr einer Stunde habe ich der HPU den Rücken gekehrt und mein letztes Final abgelegt. Genauer gesagt ist das auch die letzte Prüfung meines gesamten Studiums, was irgendwie komisch ist. Aber mein lieber Herr Vater legt mir ja sowieso gerne Nahe, dass es "Zeit wird", insofern ist das wohl ein gutes Gefühl, dass mich da beschleicht. Hat mich teilweise doch ganz schön gestresst diese hawaiianische Uni... Damit ich nicht ganz aus dem Rythmus komme, habe ich mich für ein wenig Freizeitstress entschieden: Gleich geht es ins Magoos, das Semesterende begiessen und morgen um 13 Uhr hebt dann mein Flieger nach LA ab. Hier werde ich mich mit Christopher, Eva und meinem Bruderherz treffen um den ultimativen Califonia Roadtrip zu starten: Los Angeles, San Fancisco, Yosemite National Park, Las Vegas und wieder zurück nach LA in 10 Tagen... Da geht was... Am 21.o5. bin ich dann mit Flori wieder zurück in Hawaii, werde euch mit Bildern versorgen und euch erzählen, wieviel Geld ich beim Black Jack gewonnen habe... Achja, im Fotoalum gibt es ein paar wenige neue Bilder vom Kokua Festival mit Jack Johnson und Eddie Vedder! So long...

Apr 21, 2007

Serious Journalism

Jack Johnson Pressekonferenz im "Kodak Theatre"

Gestern war ich als offizieller Abgesandter des grossen internationalen Meinungsbildners "Iserlohner Kreisanzeiger" bei der Pressekonferenz zum Kokua Festival 2007. Steffen schreibt als freier Mitarbeiter Artikel für dieses renomierte Blatt und sein Chef hat ihn als Reporter und mich dankenswerterweise als Fotografen für diese Veranstaltung angemeldet.

Die Pressekonferenz fand auf der Kinderbühne des Festivals statt, vom Kameramann des Lokalfernsehens auch scherzhaft "Kodak Theatre" genannt. Hier brüteten wir zwei Stunden in der Mittagshitze. Um die Journalistenmeute unter diesen Umständen bei Laune zu halten, wurde lauwarmes Wasser gereicht. Genauso unspektakulär wie die Verpflegung war eigentlich auch die restliche Veranstaltung. Jack Johnson ist ziemlich schüchtern und zurückhaltend, bekam z.B. fast einen Herzinfarkt als eine Reporterin ihm die aktuelle Ausgabe ihres Surfmagazines übergab und wollte der grossen deutschen Tageszeitung, die durch uns vertreten wurde, keine Privataudienz geben. Ziemlich skandalös alles. Kein Handshake, kein Autogramm und keine Presseausweise für das Festival, trotzdem alles ganz nett gewesen...

Gleich geht es mit regulären Karten zum Festival, Bilder von der Pressekonferenz gibt es hier: Webalbum. So long...

Apr 8, 2007

Noch zwei Wochen...

Sharky

The Garden Isle

"If you plant a broomstick on Kauai it will grow"


Seit einer Woche bin ich wieder auf Oahu und schon wieder ziemlich im Uni-Stress. Gleich am Dienstag hatte ich zwei Präsentationen, am Donnerstag war dann ein Test und ein Paper fällig und am Karfreitag ("Good Friday") hatte ich zur Krönung noch zwei Gruppentreffen. Nächste Woche wird ähnlich voll, aaber nichtsdestowenigertrotz hier mein Bericht über Kauai:

Kauai ist ca. 30 Flugminuten von Honolulu entfernt und einfach nur wunderschön. Viel mehr als Natur darf man allerdings nicht erwarten, denn es leben gerademal 60.000 Menschen auf der Insel.

Gleich nach Ankunft auf Kauai haben wir unseren Trip mit einer Hiking-Tour entlang der Napali-Coast gestartet. Das Ziel war ein 11 Meilen entfernter Strand, der nur zu Fuß und per Boot erreichbar ist. Die erste Zwischenetappe waren allerdings die Hanakapi'ai Falls - allerdings war der Weg dorthin erschwerlicher als erwartet. Das Ganze hat unsere Planung ein bisschen über den Haufen geworfen, so dass wir unser erstes Nachtlager schon am Hanakapi'ai Beach aufschlugen. Am nächsten Morgen beschlossen dann Josef und Eva umzukehren. Der harte Kern wanderte allerdings weiter auf dem Kalalau Trail. Letztendlich beschlossen Chri und Christian dann aber auch umzukehren. All meine Überzeugungsversuche scheiterten und so mussten wir, 5 Meilen vor dem Ziel, 6 Meilen zurückwandern - und das ganze im Marschtempo, da wir vor Einbruch der Dunelheit am Parkplatz sein mussten. Insgesamt haben wir also an dem Tag ca. 9 Meilen über Stock und Stein, matschige Pfade und Bäche zurückgelegt... und so hab ich mich auch am Ende gefühlt. Gelohnt hat es sich trotzdem - die Aussichten waren einfach nur Atemberaubend.

Nach dem etwas unzufriedenstellenden Auftakt unseres Spring-Breaks hatten wir also umso mehr Zeit die Insel ausführlich zu erkunden. Die ersten drei Nächte haben wir in einem YMCA an der Nordküste verbracht, von dort aus ging es dann am Montag zu den Opaeaka'a und den Waimea Falls. Am Dienstag war dann Kanufahren auf dem Wailua River angesagt, nach ca. 20 Minuten musste wir diese allerdings am Ufer zurücklassen um zu den Secret Falls zu wandern. Nachdem mein erster Roapjump am "Swimming Hole" nicht all zu erfolgreich war ging es dann auch wieder zurück um ein altes hawaiianisches Dorf zu besichtigen, in dem unter anderem auch Outbreak gedreht wurde. Und die alten Hawaiianer hatten mal richtig Stil: Frauen wurden einfach weggeschlossen, wenn man sie nicht gebrauchen kann: Hale Pe'a!
Mittwoch wurde dann der Kilauea Point besichtigt, ein Vogelschutzgebiet mit wunderschönem Leuchtturm und winkenden Walen. Danach ging es an den Larsens Beach - gerne auch von Anhängern der Freikörperkultur und Robben zum auspannen genutzt.
Zwischenzeitlich sind wir nach Kalaheo umgezogen und haben es uns nach der spartanischen Jugendherberge richtig gut gehen lassen. Am Donnerstag wurde dann die Kauai Hindu Monastery besichtigt. Natürlich stilsicher im Röckchen. Mittagessen gab es dann bei Fish Express in Wailua. Unglaublich lecker und frisch - allerdings gibt es keine Tische, so musste ich meinen Macadamia-Crust Swordfish auf dem Wal-Mart Parkplatz geniessen. Am Nachmittag standen dann die Kipu Falls auf dem Programm. Während der Lonley Planet selbige noch als Geheimtipp anpreist und vor Locals warnt, die diesen Platz für sich beanspruchen, waren die Wasserfälle bei unserem Besuch ziemlich überlaufen. Nach meinem Sprung habe ich dann auch noch mit einem geplatzten Trommelfell gerechnet - war aber zum Glück nur halb so wild...
Am Freitag ging es dann in den Waimea Canyon State Park, der Grand Canyon des Pazifiks. Leider verwehrte uns eine Wolke den finalen Ausblick auf 4000ft.
Die letzte Nacht haben wir dann am Polihale Beach verbracht. Ein riesiger Strand mit einem beeindruckenden Sonnenuntergang, der allerdings 5 Meilen von allem entfernt liegt, dass man auch nur annähernd "Straße" nennen kann.
Ziemlich kurzer Bericht für eine ganze Woche Kauai!? ...umso mehr Bilder gibt es dafür hier: