Feb 7, 2007

Upside down

Aloha Freunde und Gönner!

Nach einer kleinen Kreativpause erstatte ich heute mal Meldung, was die letzten Wochen so passiert ist... Einiges!

Umzug #1

Nachdem meine erste Bleibe mehr die Größe einer Hundehütte als die eines Zimmers hatte und sich die Möglichkeit ergab ein schönes WG-Zimmer in noch schönerer Lage zu ergattern, habe ich beschlossen umzuziehen. Problem war nur, dass das Zimmer erst ab Februar frei geworden ist und ich aus der alten Wohnung Mitte Januar raus musste. So mussten sich Waikikinici und meine Wenigkeit nach einer Übergangsbleibe umschauen. Gesagt getan, Browser geöffnet und Craigslist aufgerufen (hier in den USA übrigens mindestens genauso Populär wie Ebay, Amazon und Wikipedia) - und da war dann auch schon ein wunderschön passendes Angebot für eine Wohnung auf der anderen Strassenseite. Die Wohnung sollte aus familiären Gründen für zwei Wochen zwischenvermietet werden, war im Grossen und Ganzen okay - aber recht leer. Wie sich später rausstellen sollte, haben wir nicht zu unrecht jederzeit mit dem Eintreffen einer SWAT-Einheit gerechnet - aber dazu später...
Eines schönen Tages war unser Toilettenspülung wohl langweilig, und so beschloss sie, sich selbständig zu machen, was als reissender Strom durch unser Wohnzimmer in die Küche endete. Schöner Schlammassel. Als erfahrener Hausmann habe ich natürlich sofort den Putzlumpen geschwungen und Nico angewiesen den Wischmop zu bedienen. Nach einer halben Stunde harter Arbeit war die Wohnung wieder halbwegs trocken und ich unter der Dusche - als es plötzlich an der Tür klopfte. Die SWAT-Einheit in Gestalt der Janitorette machte uns halbwegs freundlich, aber mit Nachdruck darauf aufmerksam, dass sie uns sofort die Schlüssel abnehmen und uns auf die Strasse setzen könnte - weil momentan kein Mensch für das Appartment Miete bezahlt. "So that's the Aloha Spirit?..." Irgenwie kommt mir das bekannt vor... Glücklicherweise konnten wir mit der Dame eine entgeltfreie Gnadenfrist aushandeln und gleichzeitig früher in die neue Bleibe wechseln.

Umzug #2

Die ersten Tage in der neuen Wohnung waren recht chaotisch - zum einen, weil die alten WG-Einwohner am zusammenpacken und gleichzeitig die Wohnung offiziell an die Hausverwaltung übergeben musste (was sich schwierig darstellt, wenn die neuen Mieter teilweise schon eingezogen sind), zum anderen, weil noch das ein oder andere Fest mehr oder weniger ausschweifend gefeiert wurde. Inzwischen ist nur noch Mattes von der alten WG-Besatzung übrig, der wird aber Morgen gen Heimat aufbrechen. Waikinici hat sich bereits am Montag-Vormittag tränenreich nach Hause verabschiedet - und somit hätte meine Mitbewohnerschaft eigentlich aus Philipp, Michelle und Jeanette bestehen sollen. Doch nachdem Philipp nach einer Woche das Sprechen gelernt hat, hat er es sich auch schon anders überlegt und uns ans Herz gelegt so schnell wie Möglich ausziehen zu wollen. Somit bin ich nun Hahn im Korb und wir dürfen ab nächster Woche Jeanney als neue Mitbewohnerin begrüssen...

HPU

Alter Schwede, das habe ich mir lockerer vorgestellt! Ich glaube ich hatte das verdammte Glück, dass ich - zumindest in vieren meiner fünf Kurse - die engagiertesten Professoren der Insel zugelost bekommen hab. In "Exploring Film" darf ich mich momentan mit einer Rede Hitlers, der Kunst im Dritten Reich und Leni Riefenstahl auseinandersetzen, in "Intercultural Communication" durfte ich in der ersten Woche zwei Tests über zwei ca. 30-seitige Kapitel schreiben, in "International Marketing" habe ich heute den ersten Test über zwei Kapitel hinter mich gebracht und in "International Business Management" hat kein Mensch mehr nen Überblick bei all den Hausaufgaben. Da kommt es mir schon sehr entgegen, dass sich die Topics der "Advertising"-Klasse eher mit den Themen der Boulevardpresse als denen der Anzeigengestaltung spiegeln.

Unpraktischerweise hat jetzt auch noch meine Digi-Cam seinen Geist aufgegeben, was auch der Grund dafür ist, dass es hier ein bisschen fad aussieht... Trotzdem gibt es im Fotoalbum Bilder von Kamerakind Jeanette über unserem Ausflug zur Magnum-Villa am letzten Wochenende... Zusammenfassung: Anwesen geschlossen und ein bisschen verkommen. Hatte seine besten Tage ja auch vor meiner Zeit, der gute alte Tom Selleck.

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